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Schüleraustausch mit Israel

Bis in die erste Schulwoche hinein dauerte für einige Schüler vom GaM ein Erlebnis der besonderen Art: Sie hatten die Möglichkeit, mit jüdischen und arabischen Israelis zusammen an einer Biokläranlage in Schmarsow (Mecklenburg) zu bauen Dieser Schüleraustausch war eine Begegnung ganz besonderer Art, die der Verein Land und Leute alte Synagoge Röbel e.V. zusammen mit unserem Geschichtslehrer Herrn Kummer organisiert hat.

Schüler des GaM trafen, zusammen mit deutschen Schülern aus Laage (bei Rostock), auf jüdische Schüler aus der Realy Schule Haifa. Diese widerum trafen in Deutschland auf arabische Schüler aus der Partnerschule in Tamra. Die Stadt Tamra liegt ca. 20 km von Haifa entfernt, in Nordisrael. Sie hat ungefähr genauso viele Einwohner wie Bad Schwartau, mehr als 90 % der Einwohner sind arabisch. Genau wie in Haifa muss man in Tamra über die Ressource Wasser nachdenken, in Haifa fällt in den Sommermonaten maximal 2 mm Niederschlag!

In Schmarsow gibt es einen kleinen Schlossteich, der zu viele Nitrate und Phosphate aufweist. Durch die Biokläranlage, die die Schüler aus Deutschland und Israel zusammen gebaut haben, wird nun das verschmutzte Teichwasser gereinigt und wieder in den Teich geführt. Die Schüler mauerten, gossen Beton, schachteten, füllten Sand ein und arbeiteten an der Bepflanzung. Frederike, Nicola und Fabiana (GaM) standen drei Tage am Betonmischer und hatten sehr viel Spaß dabei! Natürlich haben die Schüler nicht nur gearbeitet, sondern sich unterhalten, angefreundet, in der Ostsee gebadet, eine Filmnacht bei Vollmond durchgeführt und ein wenig Deutschland besichtigt. Das Ozeaneum in Stralsund, Warnemünde, Lübeck, unsere Schule in Bad Schwartau und Berlin standen auf dem Programm. Ganz nebenbei haben die Schüler die ältesten Eichen Europas in Stavenhagen kennengelernt. Die Stadt Lübeck stellte der Schüler Maxim (GaM) vor, der eine Stadtführung für alle durchführte.

Untergebracht waren die Schüler im Gartenhaus des Schlosses Schmarsow: kein Fernsehen, kein Internet, ... Auch um die Versorgung mussten sie sich selbst kümmern, in Gruppen aus Israelis und Deutschen wurden jeden Abend gekocht: Pizza, arabisches Hühnchen, Nudelauflauf, Salat. Die Hauptmahlzeit begann aus Rücksicht auf die arabischen Jugendlichen, die von einer Lehrerin begleitet wurden, erst um halb neun, da der Ramadan eingehalten wurde. Dafür wurde am Freitag auch zusammen ein jüdischer Gottesdienst, der Shabbat gefeiert, der Shabbatwein wurde durch Saft ersetzt, denn gläubigen Moslems ist das Trinken von Alkohol untersagt. Unterstützt wurde dieses Projekt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie der Norddeutschen Stiftung für Natur und Umwelt im Rahmen des Kinder- und Jugendplanes. Für alle war das ein einschneidendes Erlebnis, das so schnell sicher nicht vergessen wird. Im Oktober reisen die deutschen Schüler dann nach Israel und besuchen Haifa und Tamra. Wir sind gespannt, was sie erzählen!

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