Gesellschaftswissenschaften
Fachtag in Lüneburg
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- Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 10. April 2012 15:33
- Geschrieben von Astrid Sonntag
Am 1.Juni 2010 begab sich die Klasse 5b im Zuge des Fachtages nach Lüneburg. Südlich von Hamburg zwischen Elbtal und Lüneburger Heide leben gut 176.000 Menschen. Mitten drin liegt die Hansestadt Lüneburg mit über 71.000 Einwohnern, die wir besuchten. Ein freundlicher Stadtführer empfing uns vor dem Rathaus und erklärte gleich, was es mit den Frauenfiguren an der Fassade des Rathauses auf sich hat, die alle eine wichtige Eingeschaft verkörpern, z.B. steht die Justizia für Gerechtigkeit.
Er berichtete über den Reichtum der Stadt im Mittelalter und erläuterte die Herkunft der Bezeichnung Schlitzohr. Hatte man im Mittelalter "etwas ausgefressen", wurde einem u.a. das Ohr mit einem Nagel am Pranger befestigt. Einige Menschen, die nicht öffentlich verhöhnt werden wollten, rissen sich los - es entstand ein Schlitz am Ohr: ein Schlitzohr.


Der Reichtum der Stadt Lüneburg im Mittelalter war durch das Salz bedingt, welches in der Region eher zufällig gefunden wurde. Ein Jäger, der eine Sau erlegt hatte, wunderte sich über die weiße Fellfärbung. Salzkristalle im Fell des toten Tieres sollen ihn auf die Saline aufmerksam gemacht haben. Noch heute kann man den Aufstieg der Stadt und die Bedeutung des Salzes im Deutschen Salzmuseum nachvollziehen. 1980 allerdings erwies sich die Saline in Lüneburg als unrentabel und wurde geschlossen. Auch wir haben einen Rundgang durch das Museum gemacht und durften sogar selbst Salz herstellen. Abschließend tobten wir uns auf einem Spielplatz in Lüneburg aus.



